Wie entwickelt sich das Doktorat in Österreich weiter?

Mit einer qualitätsvollen Doktoratsausbildung junge Talente anzuziehen, gehört zu den zentralen Anliegen jeder Forschungsuniversität. Dabei steht die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Zentrum und ist mit der Erwartung verbunden, dass diese jungen WissenschafterInnen wesentlich zum Wissenschaftsbetrieb und Publikationsoutput beitragen. Es ist Aufgabe der Universität Strukturen und Rahmenbedingungen bereitzustellen, die DoktorandInnen in ihrer Weiterentwicklung bestmöglich unterstützen, wissend, dass die meisten DoktorandInnen nicht in der Wissenschaft reüssieren werden.

In den letzten zehn Jahren haben alle österreichischen Universitäten ihre Doktoratsstudien neu gestaltet und internationalen Empfehlungen folgend teilweise neu strukturiert: Promotionsordnungen wurden angepasst, Satzung adaptiert, neue Curricula entwickelt, zusätzliche Unterstützungsstrukturen geschaffen. Dass das Thema Doktorat damit jedoch längst nicht abgeschlossen ist, zeigen sowohl internationale wie nationale Empfehlungen und Diskussionspapiere, wie zum Beispiel die von der Europäischen Kommission veröffentlichten „Principles for Innovative Doctoral Training“ (2011) oder das „Positionspapier der Österreichischen Universitätenkonferenz zum Doktorat“ (2015). Auch im gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan 2016-2021, herausgegeben vom BMWFW, wurden die Steigerung des Ausbildungsniveaus und der Ausbau administrativ-organisatorischer Unterstützung von DoktorandInnen als Ziel formuliert.

Die Jahreskonferenz des DoktorandInnenzentrums der Universität Wien widmet sich deshalb der Frage, wie viel Struktur und vor allem welche Strukturen es zusätzlich zu den bereits etablierten Maßnahmen braucht. Wie sind Theorie und Praxis, vor allem vor dem Hintergrund der hohen Studierendenzahlen auch im Bereich des Doktorats in Einklang zu bringen? Sind Masse und Klasse ein Widerspruch? Welche Rolle können dabei Einrichtungen wie Graduate oder Doctoral Schools übernehmen? Welche Maßnahmen haben sich bewährt und sind auch skalierbar? Welche internen wie externen Faktoren beeinflussen die Universitäten dabei und eröffnen den Gestaltungsspielraum oder schränken diesen ein? Befragungen von DoktorandInnen zeigen, dass unter Struktur häufig ein strukturierter Arbeitsalltag mit Arbeitsplatz und Einbettung in ein geregeltes Arbeits- und Forschungsumfeld verstanden wird. Auf welcher Ebene sind daher welche Maßnahmen am effizientesten einzusetzen? Diese und ähnliche Fragen werden bei der Jahreskonferenz mit ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen diskutiert.

Die eintägige Veranstaltung richtet sich sowohl an WissenschafterInnen und DoktorandInnen als auch an VertreterInnen aus Universitätsmanagement, Ministerium und Verwaltungseinrichtungen, die mit der Organisation von Doktoratsausbildung betraut sind.


Termin

Wann: 9. Juni 2017, 10:00-18:00
Ort: Sky-Lounge der Universität Wien, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien (12. Stock)
Anmeldung: Online oder per Email an event.doktorat@univie.ac.at
Anmeldeschluss: 1. Juni 2017

Programm

Das Programm finden Sie hier.
Im Anschluss an die Konferenz laden wir herzlich zu unserem Sommerfest ein.

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