Uni:docs Fellow Maximilian Liebetreu stellt sich vor

26.10.2017

Maximilian Liebetreu ist Doktorand am Institut für Computergestützte Physik und seit Oktober 2017 uni:docs Fellow der Universität Wien. In einem Interview stellt sich Maximilian Liebetreu vor.

  • Sie forschen zum Thema Influence of Polymer Topology on Polymer Rheology Beschreiben Sie in drei Sätzen Ihr Forschungsprojekt.

GPU-Parallelisierung ermöglicht die Simulation großer Systeme unter Berücksichtigung hydrodynamischer Wechselwirkungen mit akzeptabler Effizienz. Mithilfe solcher parallelisierter Programme untersuche ich das Verhalten von verknoteten Polymeren unter Scherung, die Viskosität und das Verhalten von Lösungen aus Polymerketten und -ringen unter Scherung bei unterschiedlichen Mischverhältnissen, sowie die Ausrichtung von rigiden Ringen unter Scherung und in beengten Verhältnissen. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein besseres Verständnis von Polymeren unterschiedlichster Topologien unter Scherung zu schaffen, und hat dadurch interdisziplinäre Relevanz für die Naturwissenschaften, Materialforschung und Medizin.

 

  • Was war für Sie die größte Herausforderung bei der uni:docs Bewerbung und wer hat Sie besonders dabei unterstützt?

Die größte Herausforderung bei meiner Bewerbung war, einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und die potentiellen interdisziplinären Anknüpfungspunkte zu gewinnen. In diesem Zusammenhang möchte ich meinen Betreuer, Christos Likos, hervorheben, der mich mit seinem umfassenden Wissen im Bereich der Polymerphysik tatkräftigst unterstützt hat und auch weiterhin unterstützt.

  • Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Wann stand für Sie fest, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen. Gab es Schlüsselerlebnisse?

Als Kind stand für mich fest, dass ich mein Leben dem Entdecken neuer Dinge widmen wollte. Auch, wenn ich zwischenzeitlich daran dachte, Schauspieler zu werden, hat mich meine Begeisterung für das Erforschen, das Untersuchen und das Auge fürs Detail nicht losgelassen. Daher war für mich ab dem Beginn meines Studiums klar, dass ich versuchen würde, so weit wie irgend möglich in die Forschung vorzudringen. Glücklicherweise fand ich schon bei meiner Bachelorarbeit einen Betreuer, der meinen Enthusiasmus gefördert und mich gezielt in dieser Richtung unterstützt hat.

  • Zur Person

Ich wurde am 20.04.1993 als Kind zweier Lehrer geboren. Meine Jugend verbrachte ich in Wien, wo ich 2011 meine Matura im neusprachlichen Zweig des Gymnasiums St. Ursula absolvierte. Nach einem kurzen Versuch, als Lehrer für Deutsch und Mathematik in die Fußstapfen meiner Eltern zu treten, widmete ich mich vollends dem Studium der Physik. 2016 schloss ich mein Masterstudium ab und begann mit der Vorbereitung für mein Doktorat. In meiner Freizeit lese ich eine Menge Fantasy-Romane, schreibe selbst an einem Roman, tanze, schauspiele und spiele Quidditch. Abwechslung war mir schon immer wichtig.