Schreibklausur: Konzentriert in Gesellschaft schreiben

Die Schreibklausur richtet sich an DoktorandInnen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften und ist eine gemeinsame Veranstaltung des DoktorandInnenzentrum und dem Graduiertenzentrum Sozialwissenschaften.

  • Nächster Termin: 24. bis 28. Februar 2020

Das Schreiben der Dissertation gestaltet sich oftmals recht einsam. Manchmal verliert man sich im Alltag und alle anderen Anforderungen scheinen wichtiger zu sein als das eigene Schreibprojekt, manchmal verliert man den Anschluss. Vor diesem Hintergrund organisieren das Graduiertenzentrum Sozialwissenschaften und das DoktorandInnenzentrum eine fünftägige Schreibklausur, bei der sich DoktorandInnen unter professioneller Betreuung ihren Schreibprojekten widmen können. In dieser Zeit wird ein Seminarraum zum Schreibraum. In konzentrierter Atmosphäre können 14 Personen am eigenen Dissertationsprojekt tüfteln, planen, schreiben und forschen. Wir nutzen die Energie, die entsteht, wenn mehrere Personen in einem Raum schreiben, um das eigene Projekte voranzutreiben.

Begleitet werden Sie von einer Schreibtrainerin und einem Schreibtrainer, deren Aufgabe es ist, der Gruppe eine Struktur anzubieten und ihnen mit ihrem Wissen für allfällige Fragen und Probleme zur Verfügung zu stehen. Ein Extrazimmer bietet Raum für Einzelberatungen, selbstorganisierte Peerfeedbackrunden, Datensessions oder auch einfach nur für Austausch zur aktuellen Schreibsituation. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Schreibklausur kein Lehr- und auch kein Trainingsformat ist: Es werden weder Inhalte vermittelt, noch werden zentrale Techniken eingeübt. Im Zentrum der Schreibklausur steht das Schreiben und Arbeiten an der eigenen Dissertation.

Ablauf

Montag, 24. Februar 2020, 14 Uhr: Bei einem Schreibauftakt am Montagnachmittag lernen Sie einander kennen, legen Ihre individuellen Ziele für die Klausur fest und erarbeiten unter Anleitung einen Zeitplan.

Dienstag bis Freitag, 25. bis 28. Februar 2020, jeweils 9–18 Uhr: Vier Tage schreiben Sie selbstbestimmt. Die Tage erhalten durch kleine Rituale eine fixe Tagesstruktur. Am letzten Tag reflektieren wir die Woche und Ihren Arbeitsfortschritt und blicken in Ihre Schreibzukunft.

Details & Anmeldung

Ort: DoktorandInnenzentrum, Seminarraum 2 (2. Stock), Berggasse 7, Wien

Ausstattung: Pinnwände, Flipcharts und Moderationsmaterial stehen zur Verfügung. Unterlagen können über Nacht in einem absperrbaren Kasten deponiert werden. PCs oder Laptops können leider nicht zur Verfügung gestellt werden. Bringen Sie zusätzlich mit, was immer Sie benötigen, um sich beim Schreiben wohl zu fühlen!

Voraussetzungen: Die Schreibklausur richtet sich an Doktoratsstudierende der Universität Wien aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie aus damit verwandten Fächern, die bereits in der Forschungsphase und somit aktiv im Schreibprozess sind. Bei der Platzvergabe werden somit DoktorandInnen, die bereits die öffentliche Präsentation absolviert haben, bevorzugt. Es ist außerdem notwendig, dass sie an allen Terminen vollständig teilnehmen können.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt per Email (event.doktorat@univie.ac.at) unter Angabe folgender Daten: 

  • Name
  • Disziplin
  • Stadium des Doktoratsstudiums
  • Wozu wollen Sie die Schreibklausur nutzen? Welchem konkreten "Schreibprojekt" wollen Sie sich voraussichtlich in diesem Rahmen widmen? z.B. ein bestimmtes Kapitel skizzieren, einen Artikel ausarbeiten/fertigstellen, etc.

Aufgrund der begrenzten TeilnehmerInnenzahl gilt das „first-come-first-served“-Prinzip gilt.

Bestätigung und Anrechenbarkeit: Bitte beachten Sie, dass die Schreibklausur nicht als externe Leistung für das Studium angerechnet werden kann. Gerne können jedoch für Dienstgeber Bestätigungen für die Zeit der Anwesenheit ausgestellt werden.

TrainerInnen

Dr. Karin Wetschanow studierte angewandte Sprachwissenschaft in Wien und war bis 2002 Vertragsassistentin am Institut für Sprachwissenschaft. Seit dieser Zeit ist sie als freie Lektorin und Wissenschaftlerin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Genderlinguistik, Kritische Diskursanalyse und Schreibforschung. Mit der Erforschung wissenschaftlichen Schreibens im akademischen Ausbildungskontext beschäftigt sie sich seit nunmehr 15 Jahren. Seit 2005 unterrichtet sie wissenschaftliches Schreiben am SchreibCenter der AAU-Klagenfurt und anderen österreichischen Universitäten und Einrichtungen.

Dr. Markus Rheindorf studierte Anglistik und Angewandte Linguistik in Wien, Peoria (Illinois) und Amsterdam. Als Mitarbeiter am Institut für Linguistik der Universität Wien ist er seit vielen Jahren in die Erforschung des wissenschaftlichen Schreibens eingebunden. Seit 2004 setzt Markus Rheindorf die Ergebnisse dieser Studien erfolgreich in das Design und die Praxis von Lehrveranstaltung, Kursen und Trainings an zahlreichen Instituten um.